Zur deutschen Geschichte
 
Unter der Schellenkappe geschrieben: Vorwort

Südwestafrika vor dem Reichstag.

Der Kolonialismus wandelt sich mit dem Ende des Feudalismus zum Imperialismus. Neben dem "Export" überschüssiger Menschen, spielte die Wirtschaft eine immer bedeutender Rolle. Ein Bremer Tabakhändler kaufte Südwestafrika und das Deutsche Reich hatte für die Rendite des Geschäftes zu sorgen, dessen Charakter sich mit der Umwandlung des Privatbesitzes zum deutschen Schutzgebiet wandelte. Die indigene (latein: indigen == deutsch: eingeboren) Bevölkerung bestand aus schwarzen aber auch aus Abkömmlingen schwarz-weißer Mischehen und erhob sich gegen die deutschen Einwanderer und deren Institutionen. Knapp 18 000 Soldaten wurden zur Niederschlagung des Aufstandes eingesetzt. 1906 verwehrten die frei gewählten Abgeordnete des Reichstages der Regierung die Verabschiedung des durch den Truppeneinsatz in Südwestafrika erforderlich gewordenen Nachtragshaushaltes.

Südwestafrika: Aus Privatbesitz wird Schutzgebiet.

Mitte des 19. Jhdts. wurden in Deutschland nach englischem Vorbild Missionsgesellschaften gegründet [A]. Die 1829 gegründete Barmer Missionsgesellschaft versuchte ab 1842 in Südwestafrika Fuß zu fassen. Die permanenten Kriege der dort lebenden Herero und Nama zwang die Mission wiederholt den Schutz der in Südafrika weilenden Engländer zu erbitten [ 1].

Friedrich Fabris kolonialpolitische Ambitionen waren größer als sein christlicher Missionseifer und so verließ er die Missionsgesellschaft Barmen und gründete im Jahre 1879 den Westdeutschen Verein für Kolonisation und Export [ 2].

Dernburg (stellv. Direktor der Kolonialabteilung im A.A.) dazu im Reichstag am 28.11.1906:

»Eine weitere Voraussetzung für die Errichtung selbständiger und leistungfähiger Kolonien ist die Etablierung derjenigen Basen, auf welchen europäische Kultur fortschreiten kann. Hierzu gehören... ein gutes Einverständnis mit den der Kultur dienenden, verdienstvollen Missionsgesellschaften und Missionaren, welche ja zum Teil Vorläufer der staatlichen Gewalt gewesen sind, und die zum Erwerb unserer Kolonien das ihrige beigetragen haben [ 3]«.

Im Mai 1883 schloß der Bevollmächtigte des Bremer Händlers Lüderitz Heinrich Vogelsang einen Vertrag mit dem Nama-Führer Joseph Fredericks über den Kauf der Bucht von Angra Pequena (Lüderitzbucht) und angrenzender Gebiete. Fredericks erhielt 100 Pfund Sterling und 200 Gewehre [ 4]. Daß Fredericks dem Vertrag nicht die Aufmerksamkeit schenkte, die notwendig gewesen wäre, die dort als Bemessungseinheit verwendete geographische Meile (mit 7,4 km ein Mehrfaches der englischen Meilen mit 1,6 km) zu hinterfragen ist weniger ein Indiz seiner Dummheit oder Unmündigkeit eher schon der Überzeugung, dass die Gültigkeit von Verträgen mit der sie durchsetzenden Macht steht und fällt.

Im August 1883 ließ Lüderitz für 500 Pfund Sterling und 60 englische Gewehre einen 20 geographische Meilen (ca. 150 km) breiten Küstenstreifen vom Oranje-Fluß nordwärts bis zum 26 Breitengrad aufkaufen [ 5].

Am 24. April 1884 bekam Lüderitz' Erwerbung den Reichsschutz zugesprochen, womit das Ziel des Händlers erreicht wurde und er das Gebiet an die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika für 500 000 Reichsmark (= 195 kg Gold) verkaufte [ 6].

Der Krieg 1904-1906.

Die Herero und die Nama bekriegten sich weiter, doch nun gab es einen deutschen Gouverneur mit 756 Soldaten [ 7]. Im Deutschen Reich entfachten die Kolonialvereine im Interesse des Berliner Bankhauses Hansemann, des hanseatischen Kaufmanns Woermann, der Eisenbahn- und Schwerindustrie ihre Propaganda, die mit der Angst vor Verelendung (aufgrund eines übervölkerten Deutschen Reiches), der Geldgier und dem Nationalismus der Menschen, kurz mit deren Dummheit, eine koloniale Hysterie entfachte.

Mehr Deutsche wanderten nach Südwestafrika aus, während die einheimischen Nama und Herero weitere Gewehre kauften und einen Aufstand gegen die deutschen Kolonialisten planten.

Die Rechnung war einfach: Die kampferfahrenen und ortskundigen Herero alleine waren den deutschen Truppen anfangs um das 10-fache überlegen [ 8].

Der Krieg endete in einem Desaster.

Wir kochen unsere Süppchen aus den Knochen der den Massakern zum Opfer gefallenen Menschen.

Innenpolitisch: Reichskanzler Bülow bringt die weitgehend selbständig handelnden Ministerien unter seine Kontrolle [ 9], näherte sich dem Zentrum, stilisiert seine Person und betrieb seine Politik durch Artikel die "unter der kompetenten Aufsicht Otto Hammanns" in der Presse lanciert wurden einerseits [10], während andererseits etwa das Interview des Kaisers mit dem Daily Telegraph von der Pressestelle übersehen wurde, weil geeignet, die Person des Kaisers zu beschädigen [11] ?

Die Autorität des Kaisers sollte erschüttert werden. Gegenüber dem Diplomaten Anton von Monts sagte Bülow:

»er sehe seine Aufgabe darin, Deutschland über das Regime Wilhelm II. hinwegzuhelfen [12]«.

Eine erster Schritt war im Herbst 1900 getan, als die Kosten zur Niederschlagung des Boxeraufstandes dem Reichstag zur Abstimmung vorgelegt wurden [13]. Damit war der seit König Wilhelm I. bzw. seit 1862 existierende Streit, um die Zuständigkeit und Verantwortung in Fragen der Rüstung, des Heeres, d.h. letztlich von Krieg und Frieden entschieden.

Außenpolitisch: Die in den "zu kolonisierenden" Gebieten sich gegen die ihnen übergestülpten Herrschaftsverhältnissen wehrenden Menschen läßt die Solidarität unter den europäischen Mächten erstarken.

Dernburg, Wirklicher Geheimer Rat, stellvertretender Direktor der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts, Bevollmächtigter zum Bundesrat:

»Alle kolonisierenden Nationen Europas sind in Bezug auf ihre Eingeborenenpolitik solidarisch. Sie gründen ihre Macht auf dieselben Mittel oder auf denselben Mangel an Mitteln und ersetzen diesen durch Autorität. Wenn nun eine Macht wie Deutschland, die ja doch mit Recht in der Welt als eine kriegerische Macht gilt, gegenüber den Hottentotten nachgiebt, so ist es natürlich, daß dadurch die Stellung sämtlicher kolonisierenden Nationen in Afrika erschüttert wird. Daß uns das unsere Nachbaren nicht gerade sehr freundlich bemerken würden, können Sie sich vorstellen [14]

Im Bemühen zur Aufrechterhaltung dieser Autorität, d.h. der Macht mit denen die Kolonisierenden den zu Kolonisierenden gegenübertreten, demonstriert die deutsche Regierung ihre Solidarität mit den Regierungen ihrer unmittelbaren Nachbarn.

Am 20. September 1907 wird der Führer einiger Herero-Stämme Jakob Morenga auf dem Weg ins deutsche Schutzgebiet Südwestafrika von dem unter dem Kommando Major Elliot stehenden britschen Einheiten der Kapkolonie im Gefecht bei Genzamheid getötet [15].

Nachtragshaushalt wird vom Reichstag abgelehnt.

Von 1904 bis 1906 entsandte das Deutsche Reich 18 600 Soldaten nach Südwestafrika. Das brachte Geld, wenn auch nur der Woermannlinie, die das Monopol auf den Transportverkehr zwischen Südwestafrika und Deutschland hatte. Es profitierte auch England, da es mit Sawkopmund den einzig brauchbaren Hafen in Besitz genommen hatte [16]. Hierüber und über andere Profiteure des Kolonialismus regte sich die Presse im Vorfeld der Debatte zum Nachtragshaushalt auf und das Auswärige Amt reagierte:

»Der Transportvertrag mit der Woermannlinie ist zum 31. Dezember des laufenden Jahres gekündigt. Der Militärtransport sowie die Verfrachtung von Zivilgütern in ganzen Schiffsladungen geht mit diesem Tage auf die Seetransportabteilung des Reichsmarineamts unter Führung der Kolonialabteilung über. Ferner ist eine Konkurrenz, ja zwei, drei, für die Woermannlinie geschaffen worden, sodaß von einem Monopol für diese Firma von nun an nicht mehr die Rede sein kann [17]

»Meine Herren, in der Heimat ist es eine durchaus anerkannte Politik, gegen welche sich eigentlich niemand wendet, daß Eisenbahnen und Verkehrswege nicht in die Hände von Privaten gegeben werden sollten, daß sie einen monopolistischen Charakter tragen und deshalb Staatsbesitz sein sollten,...[18]

...was natürlich nicht für die Firmen galt die die Eisenbahnen bauten. Ausgehend von der Lüderitzbucht wurde eine Bahnlinie von der Firma Lenz & Cie nach Keetmanshop verlegt. Nachdem der Abschnitt bis Kubub verlegt worden war, stoppte der Reichstag im Mai die Fortsetzung des Baues.

Sozialdemokraten und Freisinnige legten folgende Resolution vor [19]:

"Der Reichstag wolle beschließen den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, er wolle dafür sorgen, daß in der Kolonie Südwestafrika den Eingeborenen ein zu ihrem Leben notwendiger, in selbständigen Wirtschaftsleben ausreichende Landbesitz zugeführt werde, um auf dieser Grundlage eine Rückkehr in dieselben Zustände in den Kolonien und die schleunige Zurückziehung der dort bisher zu kriegerischen Operationen erforderlichen Truppen zu ermöglichen."

Und der Reichstag beschloß mit großer Mehrheit.

Das Votum des Reichstages beeindruckte Reichskanzler v. Bülow nicht. Er tat nichts, um der Resolution nachzukommen sondern forderte ein halbes Jahr später vom selben Reichstag mit denselben Argumenten die Finanzierung derselben Bahnlinie zu genehmigen und verhöhnte damit das Parlament...

...ausgenommen den Nationalliberalen Dr. Semler und gleichgesinnte, die den aufständischen Einheimischen all das ihnen noch verbliebene Land, zur Strafe, wegnehmen wollten [20]. So sprach sich Semler für den Nachtragshaushalt aus:

» ...meine politischen Freunde werden unbedingt für diese Bahnvorlage eintreten; sie liegt auf der Linie der Politik, die wir ein für allemal für richtig gehalten haben: auf der Linie der Abkehr von der alten Eroberungspolitik durch Truppen, auf der Linie der Kolonisierung durch Eisenbahnen [21]

Man könnte überrascht sein, wenn der 1906 ins Amt gehiefte »linksliberale« Ex-Banker mit US-Vergangenheit Bernard Dernburg, der nach Graichen/Gründer "einen radikalen Kurswechsel und die Aussöhnung mit den Afrikanern" [22] anstrebte die selben Ideen verfolgte wie der von Ledebour demontierte Dr. Semmler.

Bernard Dernburg war der von Bülow ins Spiel gebrachte Kandidat für den Posten des Direktors der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes, da dem Zentrum der amtierende Direktor zu evangelisch und Bülow suspekt war, da ein Freund des Kaisers. Dernburg war kein Katholik sondern jüdischen Glaubens und somit für Kaiser Wilhelm II. akzeptabel. Dernburg:

»Hat man früher mit Zerstörungsmitteln kolonisiert, so kann man heute mit Erhaltungsmitteln kolonisieren und dazu gehören ebenso der Missionar wie der Arzt, die Eisenbahnen wie die Maschinen [23]

Es nimmt nicht wunder, daß die von Semler geforderte Enteignung in Dernburgs Amtszeit fiel.

Die militärische Lage in Südwestafrika wurde von der Regierung dramatisiert und damit der Verbleib von 14 000 Soldaten in Südwestafrika gerechtfertigt. Kosten, die ebenfalls durch den Nachtragshaushalt beglichen werden sollten [24].

Die weiße Bevölkerung würde bei der Kargheit des Landes 25 000 Einwohner nicht überschreiten können, kein Land geeignet dem Bevölkerungsdruck zu reduzieren und die Diamanten im Blaugrund würden nicht der deutschen Bevölkerung von Nutzen sein sondern nur einzelnen Spekulanten, sagte der Sozialdemokrat Ledebour und hieß die hierzu für Südwestafrika aufgewendeten und aufzuwendenden Mittel unangemessen [25].

Doch viele Abgeordnete forderten stattdessen einen Abzug der Truppen. Dr. Schädler vom Zentrum:

»Wir sind nicht Feinde der Kolonien, noch der Kolonialpolitik, wohl aber der Kolonialskandale [26]

Für die Skandalisierung der Kolonialpolitik hatte im Vorfeld Matthias Erzberger durch eine erfolgreiche Pressekampagnie gesort die Bülow zur Umwandlung der Kolonialabteilung des Außenministeriums in ein Kolonialamt nötigte [27].

Woermann, dessen Abrechnungen sich laut Dernburg im Rahmen des Vertrages bewegten, jedoch bei dem unvorhersehbaren, hohen Transportvolumen geringer hätten ausfallen können, ging auf das Konto Erzbergers aber auch Viktor Podbielski, der Landwirtschafts- und Postminister. Ihm wurde zur Last gelegt, daß seine Frau, die mit ihm in Gütertrennung lebte (ganz und gar nicht katholisch) an der Firma Tippelskirch beteiligt war, die einen Staatsauftrag zur Ausrüstung des Kolonialheeres erhalten hatte [28].

Der konservative Podbielski war ein Freund Kaiser Wilhelm II. und ein Freund der Tagelöhner, denen er sog. Tagelöhnerhäuser bauen ließ, er war auch ein Freund der Schüler, denen er Schulhäuser bauen ließ und beleibt wie er war, war er auch ein Freund der Bahn und sorgte für die Kreisringbahn Perleberg-Berge-Karstädt-Perleberg. Von seinen Verdiensten um die Modernisiereung der Landwirtschaft nicht zu schweigen [29].

Bülow spielt Bismarck.

Die Geschichte wiederholt sich nicht, es sei denn als Farce. Keine Rede Bülows ohne Hinweis auf Bismarck. Man hätte wohl meinen können, daß der Nachtragshaushalt, nachdem schon im Mai 1906 die Ausgaben für die Lüderitz-Keetmanshoop-Bahn nicht bewilligt wurden, auch im Dezember 1906 nicht gebilligt werden würden.

Mit den Stimmen des Zentrum, der Sozialdemokraten und der polnischen Abgeordneten würde der Nachtragshaushalt auch dieses mal abgelehnt und Bülow nahm dies ganz in der Tradition seines "großen" Vorbildes zum Anlaß den Kaiser um die Auflösung des Reichstages zu bitten.

Nach der gescheiterten Revolution in Rußland 1905, die seinem Cousin Kaiser Nikolaus II. erheblich zusetzte, betrieb Kaiser Wilhelm II. Wahlkampf in eigener Sache, gegen die Sozialdemokraten, die sich damals noch Sozialisten nannten.

Eine englische Zeitung karikierte ihn, im Arbeiterhemd, pfeiferauchend vor einem Wahlplakat das dazu auffordert "Vote for Bill Hohenzollern, the People's Candidate!" [30] und illustrierte damit, daß der deutsche Kaiser und an dritter Stelle der britische Thronfolge stehende Wilhelm von Hohenzollern nicht in die feine Gesellschaft des britischen Adels, dem eine solche Anbiederung an den Pöbel suspekt war, gehörte.

Der parteilose Bülow betrieb ebenso einen Wahlkampf in eigener Sache. Ging es dem Kaiser um die Monarchie, so ging es Bülow um Bülow. Die Parteien, auf die er setzte (Liberale und Konservative) einte einzig die Furcht vor der Sozialdemokratie und waren als Machtbasis ungeeignet.

Das Zentrum versuchte durch die Skandalisierung der Kolonialpolitik und der Parole "Nieder mit den roten Vaterlandsverrätern!" zu punkten. Hier verfolgte man einen katholischen Kolonialismus, dort trat die SPD für einen humanen Kolonialismus ein. August Bebel:

»Meine Herren, dass Kolonialpolitik betrieben wird, ist an und für sich kein Verbrechen. Kolonialpolitik zu betreiben kann unter Umständen eine Kulturtat sein, es kommt nur darauf an, wie die Kolonialpolitik betrieben wird [31]

Abgesehen davon hatte die damals noch klassenkämpferische SPD alle Eigenschaften, um allen anderen politischen Richtungen als Prügelknabe zu dienen.

Die "Hottentottenwahl".

Es kam am 25. Januar 1907 zur "Hottentottenwahl".

Das Mehrheitswahlrecht bei geänderter Wahlkreiseinteilungen und die Einigung der Nicht-Sozialdemokraten jeden Kandidaten in der Stichwahl zu unterstützen solange er nicht der SPD angehörte führte dazu, daß die Sozialdemokraten knapp die Hälfte ihrer Mandate verloren (81->43), das Zentrum legte etwas zu und blieb stärkste Fraktion (100->105), die anderen Parteien verbuchten ebenfalls leichte Gewinne, wobei die Freisinnigen am meisten zulegten (31->42) [32]. Während die prozentuale Aufteilung der Stimmen auf die Parteien gegenüber 1903 gleichblieb, stieg die Wahlbeteiligung von 76% 1903 auf 84,7% 1907 an.

Bülow versuchte nun seine Politik mithilfe des nach ihm benannten Bülow-Blocks aus Deutschkonservativen, Reichs- und Freikonservativen, Nationalliberalen und der linksliberalen Parteien umzusetzen und erklärte sich, an diese Parteienkonstellation gebunden. Die Germania, eine Zeitung des Zentrums titelte [33]: "Parlamentarismus gemäßigt durch Absolutismus."

Der Nachtragshaushalt wurde verabschiedet. Die Lüderitzbahn wurde weitergebaut und im April 1908 wurde beim Bau der Trasse nach Seeheim der erste Diamant gefunden [34].

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Anhang:  

[A] aus Deutschland unter Kaiser Wilhelm II. [35]:

»Sammlung der Eingeborenen.
Die nach Niederwerfung der Aufstände in die von ihnen heimgesuchten Kolonien entsandten neuen Gouverneure betrachteten es als ihre vornehmste Aufgabe, das Vertrauen der Eingeborenen der aufständischen Gebiete wiederzugewinnen und die flüchtig Herumschweifenden zu sammeln. In Südwestafrika geschah dies durch Einrichtung von staatlichen Sammellagern unter Leitung von Missionaren der seit vielen Jahrzehnten unter ihnen tätigen Rheinischen Mission, die das schwierige Werk mit Eifer, Geschick und gutem Erfolge ausführten... «

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Quellen:
[ 1] Graichen/Gründer, Deutsche Kolonien, Berlin 2007, S. 60
[ 2] ebd., S. 84
[ 3] Dernburg, Bernard, Rede vor dem Reichstag am 28. November 1906 in Verhandlungen des Reichstags Bd.: 218. 1905/06, Berlin 1906, S. 3962
[ 4] Graichen/Gründer, a.a.O., S. 72
[ 5] ebd.
[ 6] Graichen/Gründer, a.a.O., S. 74
[ 7] Kriegsgeschichtliche Abteilung I des Großen Generalstabes, Die Kämpfe der deutschen Truppen in Südwestafrika Bnd. 1, Berlin 1906, im Nachdruck des Melchior Verlages Wolfenbüttel, S. 12
[ 8] ebd., S. 17
[ 9] Clark, Christoph, Wilhelm II. Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers, München 2009, S. 135
[10] ebd., S. 132
[11] ebd., S. 233
[12] ebd., S. 132
[13] ebd., S. 133
[14] Dernburg, Bernhard, a.a.O., S. 3967
[15] Kriegsgeschichtliche Abteilung I des Großen Generalstabes, Die Kämpfe der deutschen Truppen in Südwestafrika Bnd. 2, Berlin 1908, im Nachdruck des Melchior Verlages Wolfenbüttel, S. 360
[16] Dernburg, Bernhard, a.a.O., S. 3961
[17] ebd.
[18] ebd., S. 3964
[19] Ledebour, Georg, Rede vor dem Reichstag am 28. November 1906 in Verhandlungen des Reichstags Bd.: 218. 1905/06, Berlin 1906, S. 3979f
[20] Ledebour, Georg, a.a.O., S. 3980
[21] Semmler, Johannes, Rede vor dem Reichstag am 29. November 1906 in Verhandlungen des Reichstags Bd.: 218. 1905/06, Berlin 1906, S. 3988
[22] Graichen/Gründer, a.a.O., S. 160
[23] ebd., S. 266
[24] Dernburg, Bernhard, a.a.O., S. 3964
[25] Ledebour, Georg, a.a.O., S. 3983
[26] Schädler, Franz Xaver, Rede vor dem Reichstag am 29. November 1906 in Verhandlungen des Reichstags Bd.: 218. 1905/06, Berlin 1906, S. 3971
[27] Chamier, Daniel, Wilhelm II. Der Deutsche Kaiser, München/Berlin 1993, S. 220
[28] Zum 150. Geburtstag von Victor von Podbielski, Präsident des Deutschen Reichsausschusses für Olympische Spiele, in Neues Deutschland vom 8.2.1994
[29] www.svz.de/12554406 Das Leben eines großen Prignitzers unter der Lupe vom 26. Januar 2016 - Aufgerufen am 15.06.2021
[30] Chamier, Daniel, a.a.O., S. 221
[31] www.dhm.de/archiv/ausstellungen/namibia/stadtspaziergang/reichstag.htm, Aufgerufen am 15.06.2021
[32]ebd.
[33] Mommsen, Wolfgang, Fischer Weltgeschichte 26, Das Zeitalter des Imperialismus, Frankfurt/M. 1969, S. 131
[34] www.welt.de/geschichte/article163001326/Ich-nehme-keine-Weiber-und-Kinder-mehr-auf.html, Aufgerufen am 15.06.2021
[35] Lindequist, Deutschland unter Kaiser Wilhelm II. Bnd. I, Buch V - Die Kolonien, Berlin 1914, S. 429

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